Wasser

 

 

Wasser ist Leben. Verschwenden wir es nicht.

„Wir werden den Wert von Wasser erst dann
  verstehen, wenn der Brunnen schon trocken ist.“
        Benjamin Franklin, amerik. Politiker

 
 

  
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Das ausreichende Vorkommen von Süßwasser bestimmt seit jeher jede zivilisatorische Entwicklung. Daran hat sich bis in die heutige Zeit nichts geändert. Eher im Gegenteil: Längst prophezeien nicht nur Zukunftsforscher, dass Süßwasser zur wichtigsten Ressource des 21. Jahrhunderts werden wird – weit wichtiger als Erdöl.

Wasser: Wichtiger Bestandteil unseres Organismus
Der menschliche Organismus besteht zu etwa 55-60% aus Wasser, das nach Alter und Geschlecht in unterschiedlicher Menge vorhanden ist und sich folgendermaßen verteilt:
• Intrazelluläre Flüssigkeit (Zellwasser): etwa 40% des Körpergewichts
• Extrazelluläre Flüssigkeit (Körperwasser) außerhalb der Zellen: etwa 20% des Körpergewichts.

Wasser ist Baustein unserer Zellen
Als Quellungswasser für Eiweißkörper bildet es mit diesen die Grundsubstanz unserer Zellen, in der alle anderen Bausteine gelöst oder geformt vorliegen. Das bedeutet, dass alle Zellen des Körpers, ob Haut-, Drüsen-, Muskel-, Gehirnzellen oder andere, nur dann funktionstüchtig sind, wenn sie genügend Wasser enthalten.
Es ist Lösungsmittel. Für den Organismus wichtige Substanzen liegen in den Körperflüssigkeiten gelöst vor.
Es ist Transportmittel. Nährstoffe, körpereigene Substanzen, Stoffwechselprodukte werden im Blutplasma zu ihrem Bestimmungsort transportiert.
Es ist an der Regulation des Wärmehaushalts vor allem durch die Schweißabgabe beteiligt.

*** All diese Aufgaben lassen ahnen, wie wichtig das Wasser für uns ist. ***
Quelle:  http://www.medizin-netz.de/icenter/trinken.htm

Menschenrecht auf Trinkwasser
Im neu angepassten Artikel 11 der UNO-Charta für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte heißt es: „Das Menschenrecht auf Trinkwasser ist grundlegend für Leben und Gesundheit. Ausreichendes und sauberes Trinkwasser ist eine Voraussetzung für die Realisierung aller Menschenrechte."

Tag des Wassers
Am 22. Dezember 1992 wurde bei der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen der 22. März als der "Tag des Wassers" ins Leben gerufen. Link http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwassertag

Die Themen der letzten Weltwassertage:

2000 – Wasser für das 21. Jahrhundert
2001 – Wasser für die Gesundheit
2002 – Wasser für die Entwicklung
2003 – Wasser für die Zukunft
2004 – Wasser und Katastrophen
2005 – Wasser für das Leben
2006 – Wasser und Kultur
2007 – Wasserknappheit und Dürre

Wasser in der Welt
Zwar besteht die Erdoberfläche zu 75 Prozent aus Wasser, aber es ist Salzwasser; nur ein einziges Prozent ist trinkbares Süßwasser. Und von diesem einen Prozent ist die Hälfte in Arktis und Antarktis festgefroren, so dass für den Kreislauf des Lebens nur ein halbes Prozent bleibt.

Tag für Tag sterben weltweit über 5.000 Kinder, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben. Rund 425 Millionen Kinder leiden unter Trinkwassermangel und unzureichender Hygiene. Alle 15 Sekunden stirbt in den Entwicklungsländern ein Kind an Durchfall, der zumeist durch schmutziges Wasser verursacht wird.
Jeder sechste Erdenbewohner - über eine Milliarde Menschen - hat bis heute keinen Zugang zu sauberem Wasser. Und 2,6 Milliarden müssen ohne Latrinen und Abwasserentsorgung auskommen.
Die internationale Gemeinschaft hat sich zwar zum Ziel gesetzt, den Wassernotstand bis zum Jahr 2015 zu halbieren. UNICEF befürchtet jedoch, dass Afrika und Asien dieses zentrale Millenniumsziel nicht erreichen werden. Link http://www.unicef.at

Wasser in Österreich
Österreich ist in der glücklichen Lage, über eine mengenmäßig gesicherte Wasserversorgung zu verfügen. Durch diesen Schatz können heute mehr als 99% der Bevölkerung mit Wasser aus Grund- und Quellwasser versorgt werden. Doch in vielen Regionen Österreichs lässt die Qualität des Trinkwassers zu wünschen übrig. Zahllose negative Einflüsse aus Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Haushalten beeinträchtigen das Grundwasser und machen aufwändige Aufbereitungsverfahren notwendig. Der Schatz Trinkwasser wird auch bei uns immer kostbarer.

Österreichische Wasserdaten
• Jährliche Niederschlagssumme: 1.170mm
• Jährliches Wasserdargebot:
   84 Mrd.m³, 1/3 davon ist Grundwasser.
   3% davon werden jährlich von Haushalten,
   Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft
   benötigt.
• Trinkwasser stammt zu 99 % aus Grund-
   und Quellwasser und zu 1% aus
   Oberflächenwasser.
• 87% der Bevölkerung werden mit Trinkwasser
   aus zentralen Wasserversorgungen versorgt.
• Durchschnittlicher Trinkwasserpreis:
   1 Euro/m³ Wasser
• Durchschnittlicher Wasserverbrauch in
   Haushalten: 135 Liter/Person/Tag
• Abwasser von 89 % der Bevölkerung wird
   der öffentlichen Abwasserreinigung zugeleitet.
• Etwa 65 % der heimischen Stromproduktion
   liefern die Wasserkraftwerke.

(Quelle: Eine Leitlinie für unser Wasser: Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, Wien 2006,
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Stubenring 1, A-1010 Wien)

Grundwasser in Gefahr
Täglich werden große Mengen Grundwasser gefördert und von Haushalten, kommunalen Einrichtungen sowie Gewerbe und Industrie genutzt, um - nach Gebrauch - auf dem schnellsten Wege über die Kanalisation und die Kläranlage abgeleitet zu werden.
Durch die Versiegelung von Flächen mit Gebäuden oder Verkehrsflächen und Plätzen wird der Natur die Möglichkeit genommen, über den Niederschlag Grundwasser in der Menge nachzubilden, wie es auf der anderen Seite zur Wasserversorgung gefördert wird. So kann es regional zu drastischen Absenkungen des Grundwasserspiegels kommen. Andererseits führt die Regenwasserkanalisation bei starken oder lang anhaltenden Regenereignissen zu Hochwasser der Flüsse.

Wasser braucht Verantwortung
Der erste Schritt, zum verantwortungsvollem Umgang mit dem Grundlebensmittel "Wasser" sollte durch Wasser sparendes Verhalten und den Einsatz Wasser sparender Geräte erfolgen.
Beispielsweise konnte der durchschnittliche Wasserverbrauch von Waschmaschinen von 140 Liter pro Waschgang 1970 auf 60 Liter 1992 und bei den neuesten Geräten sogar auf unter 50 Liter reduziert werden.

Wie so oft haben aber auch hier die kleinen Dinge große Wirkung:
· Halbierung des Verbrauches durch den Einsatz moderner Spülkästen (von 9 - 12 Liter pro Spülgang bei älteren Modellen auf nur 4 bis 6 Liter moderner Geräte)
· Wasser sparende Druckspüler mit einer 3- und 6-Liter-Taste
· Durch den Einsatz von Durchflußbegrenzern 12 – 15 Liter täglich in einem 4-Personen Haushalt einsparen
· regelmäßig Dichtungen der Armaturen oder Spülkästen überprüfen. Ein tropfender Wasserhahn verschwendet bis zu 5.000 Liter Wasser im Jahr.
· Änderung der täglichen Gewohnheiten: z.B. während des Zähneputzens oder beim Einseifen das Wasser abstellen. Auf ein Vollbad verzichten und stattdessen Duschen gehen. So lässt sich ein Drittel der ursprünglich benötigten Wassermenge einsparen.
· Der Garten sollte nur früh morgens oder abends gegossen werden, wodurch wesentlich weniger Wasser verdunstet.

Diagramm3Täglicher Trinkwasserbedarf
je Einwohner
: ca. 135 l

Toilettenspülung 34%
Baden, Duschen 31%
Wäschewaschen 14%
Geschirrspülen 7%
Körperpflege 7%
Garten 5%
Trinken 2%

Regenwasser nutzen - Eine Maßnahme zum Ressourcenschutz

Für viele Anwendungen im täglichen Leben ist Trinkwasserqualität nicht erforderlich. Die WC-Spülung, die Bewässerung des Gartens und in vielen Fällen auch der Betrieb der Waschmaschine können unter Einhaltung von bestimmten Kriterien problemlos mit Regenwasser vorgenommen werden. Die Nutzung von Regenwasser stellt eine technisch ausgereifte und sichere Möglichkeit dar, unseren Wasserhaushalt zu schonen. 30 bis 50% der in einem Haushalt verwendeten Wassermenge können durch Dachablaufwasser ersetzt werden.
Außerdem wird die Umwelt durch den geringeren Chemikalienverbrauch beim Einsatz von weichem Regenwasser in der Waschmaschine entlastet. Durch die Rückhaltung im Speicher und die Nutzung von Regenwasser werden die Wasserabflüsse aus Siedlungsgebieten reduziert und verzögert und durch Reduktion der für die Trinkwasseraufbereitung verwendeten Chemikalien kommt es zu Einsparungseffekten und positiven Zusatznutzen.